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MEDIA BIZ September #243

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Film Forum Austria • Martin Rummel • #we_do! • Lehrling der Zeit • IBC • Austauschformate • Stage|Set|Scenery • Neuer Distributor für ClayPaky in Österreich • /slash Filmfestival • Neue und alte Medien in der Porzellangasse 4 • Neuer Distributionspartner für ClayPaky in Österreich • Festival-Einreichungen: TRICKY WOMEN / TRICKY REALITIES + K3 Kurzfilmwettbewerb • Space Dogs • ... MEDIA BIZ Newsletter: http://www.mediabiz.at/daten/newsletter.htm MEDIA BIZ Abo: Print: Euro 37 Österreich / Euro 48 Europa (EU) Print + Digital: Euro 44 Österreich / Euro 53 Europa (EU) Digital: Euro 37 (jeweils inkl. MWSt. und Versandkosten) https://www.mediabiz.at/abo/abomb.htm MEDIA BIZ Branchenführer 2019: www.mediabiz.at/branchenfuehrer/branchenfuehrer.htm MEDIA BIZ Termine: https://www.mediabiz.at/mediadaten/termine.htm

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formatvielfalt technik zurück zum Inhalt Richtlinien und Spezifikationen für Austauschformate Die Zahl von Datenformaten, Produktions- und Abgabeformaten steigt rasant an, gleichzeitig werden die Produktionszeiten kürzer und die Budgets kleiner. All das sorgt für zunehmende Schwierigkeiten beim Materialaustausch zwischen Kunden und Tonstudios. Eine Initiative des Fachverbands der Film- und Musikwirtschaft innerhalb der WKO versucht, Ordnung ins Chaos zu bringen und für alle Seiten bessere Workflows zu etablieren. Karl M. Slavik ist mit dabei und berichtet. Wer in den frühen 90er Jahren Werbung, Dokus oder fiktionalen Content für das Fernsehen drehen wollte, hatte gerade einmal drei Drehformate zur Auswahl: Digital Betacam sowie 16- und 35-mm- Film (von Nischenformaten wie D2 einmal abgesehen). Der Ton dafür wurde am Set entweder analog auf dem ¼-Zoll-Band einer Nagra oder digital auf DigiBeta oder DAT aufgezeichnet, in Mono oder Stereo, mit Timecode, Pilotton oder ohne Synchroninformation. Der Materialaustausch mit dem Tonstudio war in Folge vergleichsweise einfach, als Misch- und Abgabeformat war Mono oder bestenfalls Stereo gefragt. Chaos trotz geltender Richtlinien In den letzten Jahren kam es zu einer wahren Formatexplosion. Neben einer Vielzahl an Audio- und Video-Codecs, File- Formaten und Containern mit jeweils hunderten von Einstellungs- und Fehlermöglichkeiten haben sich eine stark zunehmende Zahl von Kanalformaten und viele neue Misch- und Abgabeformate etabliert. Auch professionelle Auftraggeber wie etwa Agenturen und TV-Sender sehen sich von der schier unendlichen Vielfalt überfordert und fordern möglichst viele Varianten von Mischungen an, um auf Nummer sicher zu gehen. Bezahlt werden soll jedoch nur eine Mischung, die aber als Programmton (PGM) und Internationaler Ton (IT) in möglichst allen Kanalformaten zwischen Stereo, Surround und Immersive Audio hergestellt werden soll. Obwohl Normen, Standards und technische Richtlinien existieren, die den Materialaustausch zumindest teilweise regeln, entwickelte sich über die Jahre ein Wildwuchs an Formaten und Anforderungen, die von den Tonstudios nicht mehr einfach „nebenbei“ erledigt werden können. Technische Richtlinien, wie etwa die Produktionsrichtlinien Fernsehen (TPRF) vom Institut für Rundfunktechnik IRT, die auch in Österreich gültig sind, sind vielen Auftraggebern (und leider auch Tonstudios) unbekannt. So war es bis vor Beginn der WKO-Initiative z.B. immer wieder nötig, einzelne TV-Spots in mehreren unterschiedlichen „Pegelversionen“ abzugeben, obwohl alle abnehmenden TV- Sender im deutschen Sprachraum nach EBU R 128 arbeiten und dadurch an einheitliche Pegel- und Lautheitsstandards gebunden sind. Ein weiterer Grund für die Initiative der WKO ist die zunehmend schlechte Qualität angelieferter Töne und die teils chaotischen Abgabebedingungen, die wirtschaftlichen Workflows im Wege stehen – zum Leidwesen aller Partner. So werden etwa in TVund Filmprojekten immer wieder falsche Samplingfrequenzen und Codecs zugeliefert - etwa MP3s mit 44,1 kHz statt WAV- oder BWF-Files mit 48 kHz - , was nicht nur die Tonqualität verringert, sondern Konvertierungen und damit auch Zeit erzwingt, die schlussendlich von jemandem bezahlt werden muss. Ziel der Initiative Die stetig wachsende Zahl von Datenformaten, Produktionsund Abgabeformaten erzwingt eine Standardisierung, um die Zusammenarbeit zwischen Auftraggebern und Tonstudios für alle Seiten wirtschaftlich effizient gestalten zu können. Der Fachverband Film und Musikwirtschaft innerhalb der WKO arbeitet daher an technischen Richtlinien und Spezifikationen für den Datenaustausch, die Viele Möglichkeiten, schnell falsch gewählt. MEDIA BIZ

zurück zum Inhalt technik formatvielfalt folgende Bereiche betreffen: 1, Anlieferung und Übergabe von Daten (Ton, Bild und Metadaten) an Tonstudios. 2, Produktionsformate innerhalb der Tonstudios. 3, Die Abgabe des fertig produzierten Materials an den Kunden. Behandelt werden die Bereiche Audioproduktion für Hörfunk, Audioproduktion für Fernsehen, Audioproduktion für Kinofilm, Audioproduktion für Disc-Medien (DVD, BD, CD) und Audioproduktion für Online und Musikproduktion. Alle technischen Richtlinien und Spezifikationen werden von den Mitgliedern des Fachverbands gemeinsam erarbeitet, wobei Dr. Werner Müller (WKO), Clemens Kloss (TIC-Music) und Georg Tomandl (Sunshine Mastering) gemeinsam mit Karl Slavik als Berater (ARTECAST) die Initiative leiten. Alle Mitglieder des Fachverbands sind herzlich eingeladen, sich an der Zusammenarbeit zu beteiligen. Ziel sind einfach anwendbare technischen Richtlinien und Spezifikationen für den Materialaustausch mit Tonstudios, die den Workflow erleichtern und für alle Partner von Vorteil sein sollen. In leicht verständlicher Form sollen sie sowohl Auftraggebern von Tonstudios als auch den Tonstudios selbst zur Verfügung stehen. Im Sinne der Professionalisierung der Branche sollen diese Richtlinien und Spezifikationen ein fixer Teil der Geschäftsbedingungen aller österreichischen Tonstudios werden; ein Vorgang, der in vielen anderen Branchen, vom Elektroinstallateur bis zum Architekturbüro, selbstverständlich ist. Alle in Arbeit befindlichen technischen Richtlinien und Spezifikationen sind keine „Erfindungen“ des Fachverbandes, sondern beruhen auf europäischen und internationalen Normen und Empfehlungen, wie etwa ITU- R BS 1770-4, ITU-R BS 1771, EBU R 128, den Technische Produktionsrichtlinien Fernsehen (TPRF von ARD, ZDF, ORF, SRG, ARTE), DIN IEC 60268, ISO 2969 und vielen anderen Dokumenten. Darüber hinaus werden die inhaltlichen Punkte mit den Hörfunk- und Fernsehsendern sowie anderen Kunden abgestimmt, um möglichst früh einen gemeinsamen Konsens zu erreichen. Die Fertigstellung des Projektes ist für die nächsten Monate angedacht, im Anschluss stehen für Verbandsmitglieder und deren Mitarbeiter Schulungen zur Verfügung. Das Fachmagazin MEDIA BIZ wird über weitere Fortschritte sowie über die Technischen Richtlinien und Spezifikationen ausführlich berichten. Fazit Im Sinne besserer Zusammenarbeit und effizienter Workflows wird seitens des Fachverbandes der Film- und Musikwirtschaft ein Dokument geschaffen, das Teil der Geschäftsbedingungen der Österreichischen Tonstudios werden soll. In kurzen, eigenen Kapiteln werden Technische Richtlinien und Spezifikationen für den Datenaustausch und die Zusammenarbeit mit Tonstudios definiert. Ein Schritt zur weiteren Professionalisierung einer Branche – man darf gespannt sein. Technische Richtlinien und Spezifikationen verbessern Workflows und erleichtern die Zusammenarbeit (hier am Beispiel der TPRF). Vor dem Mischen erst aufwändig restaurieren – Defektes Audio in einer Produktion. MEDIA BIZ

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