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MEDIA BIZ September #243

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docufiction schaffen

docufiction schaffen zurück zum Inhalt Aus wenig möglichst viel machen Bewusstsein für den Wert von Lebensmitteln zu schaffen, ist das Ziel der beiden Pongauer Rudi Pichler und Simon Tasek. Wie sie ohne Verleih mit ihrem regionalen Filmprojekt bislang rund 5.000 Besucher und mediale Aufmerksamkeit erreichen konnten, erzählt der Regisseur und Filmemacher Simon Tasek im Gespräch mit Sylvia Bergmayer. Simon Tasek geboren 1988 im Pongau, hat eher zufällig die Möglichkeit bekommen, am Set von „Schnell ermittelt“ erst zusehen zu dürfen und kurz darauf für die nächste Staffel als Lichtassistent engagiert zu werden. „Vier Jahre bei den großen österreichischen Sets waren natürlich Gold wert für mich“, erklärt Tasek, der sich im Alter von 24 Jahren selbständig machte und seither Werbefilme dreht. Derzeit ist er zudem beim Volkskultur- Magazin „Hoagascht“ (Servus TV) als Regisseur tätig. Er arbeitet aber auch schon am nächsten Langfilm, wieder ein historisches Thema aus seiner Region. www.doppelkopf-studio.at Es geht ums Kochen, das Metier von Rudi Pichler, dem die Wertschätzung von Lebensmitteln ein Anliegen ist. Und um eine Zeit, als diese noch Mittel zum Überleben waren, die Nachkriegszeit. Simon Tasek war in seiner Kindheit oft bei seinen Großeltern, die ihm viel aus der Nachkriegszeit erzählten. Seither will er Geschichten aus dieser Zeit filmisch festhalten. 2010 haben die beiden Pongauer, die seit ihrer Schulzeit befreundet sind, diese Zugänge in einem Kurzfilm zu einer Geschichte verwoben. Daraus einen Langfilm zu machen, war schon damals geplant. Für Pichler stand der wertschätzenden Umgang mit Lebensmitteln und Regionalität im Vordergrund, für Tasek der historische Teil. Am Drehbuch haben sie gemeinsam gearbeitet; realisiert wurde der Film in den Jahren 2015 bis 2018. „Es ist mir noch rechtzeitig gelungen, einige Zeitzeugen zu finden, deren Geschichten wir in ,Lehrling der Zeit’ erzählen. Dass Nachhaltigkeit und Regionalität heute wieder gelebt werden, zeigen Gespräche mit regionalen Lebensmittel-Verarbeitern und –Produzenten, die im Film zu Wort kommen.“ Die Rückblende in die Nachkriegszeit im Pongau macht zwar durchaus betroffen, zeigt aber auch, wie ein Überleben möglich war und welche Nahrungsmittel, die auch die Basis der heutigen Küche bilden, damals in der Region verarbeitet wurden. Von dieser Zeitreise nimmt Rudi Pichler Anregungen für Speisen, die er im Film zubereitet. „Die Bilder von den Speisen sind sehr appetitanregend“, erklärt Tasek, „daraus hat sich die Idee für die Walking Dinners mit unserem fünfgängigen Menü inklusive Film entwickelt, die sehr gut angekommen und immer ausgebucht sind. Bislang rund 30 Mal in Locations wie Schloss Goldegg, Schloss Höch, aber auch in Das Kino Salzburg. Es kommen immer weitere Termine dazu. Seit seinem Kinostart im Mai 2018 erreichte ,Lehrling der Zeit’ bislang allein in der Region Salzburg mehr als 3.000 Besucher in Kinos und weitere 2.000 bei Sonder- und Eventvorführungen. Und das ohne Verleih.“ V.li.: Regisseur und Filmemacher Simon Tasek, Haubenkoch Rudi Pichler und Kameramann Jens Börner. „Lehrling der Zeit“ ist kein Film über Spitzenküche, sondern eine Familienchronik. Aus dieser hat Rudi Pichler, der sich von seiner Position als Chefkoch wieder auf die Ebene des Lehrlings begab, gelernt, aus wenig möglichst viel zu machen. Eine Einstellung, die auch für die Realisierung des gemeinsamen Herzensprojektes notwendig war. „Eine Filmförderung haben wir erst gar nicht beantragt. Die Leader-Region Lebens.Wert. Pongau konnten wir mit unserem Konzept und dem Thema Regionalität überzeugen, uns eine Förderung in Höhe von 15.000 Euro zu gewähren. Mit Hilfe von Sponsoren, für die Nachhaltigkeit und Regionalität relevante Themen sind, konnten wir ein Gesamtbudget von rund 50.000 Euro erreichen. Wichtig war uns, die Crew - acht von zehn Crew- Mitgliedern inklusive Rudi und mir - für die insgesamt zehn Drehtage normal bezahlen zu können. Wobei uns die Crew ein wenig entgegengekommen ist.“ Gedreht wurde ausschließlich im Pongau, in den Gemeinden Flachau, Pfarr Werfen, Wagrain, im Goldegger Seehof, im Filmstudio Bronx und im Museum Zum Pulvermacher. Die Bilder wurden mit einer Sony PXW-FS7 in 2K eingefangen. „Wir haben sowohl Jugendliche als auch ältere Generationen und mit einer regionalen Dokufiction beachtliche Besucherzahlen erzielt“, freut sich Tasek, „und das ohne Verleih. Wir sind ja eigentlich Werbefilmproduzenten. Gestartet haben wir in einem der Diesel-Kinos. Aufgrund des Erfolges wurde der Film dann in allen Diesel-Kinos gespielt. Oder beispielsweise bei der Pongauer Museumsnacht. Dabei haben uns die regionalen Medien sehr unterstützt. Wir hatten sehr viele Interview-Anfragen. Im Vorfeld haben wir Filme zu den Themen Nachhaltigkeit und Regionalität MEDIA BIZ

zurück zum Inhalt schaffen docufiction „Lehrling der Zeit“: In dieser Mischung aus Historienfilm und Dokufiction begibt sich Rudi Pichler, im realen Leben Chefkoch in einem Salzburger Haubenlokal, auf eine fiktive Zeitreise in das Jahr 1945, 14 Tage nach Kapitulation der deutschen Wehrmacht. Die Menschen kämpfen ums Überleben, haben dafür so gut wie nichts zur Verfügung. So auch die Bauernfamilie Windhager, bei der Rudi Einblicke bekommt, was alles getan werden musste – vom Wildern bis zum Brotbacken - um genug Essen auf den Tisch zu bekommen. Dort erlebt er Wertschätzung und Dankbarkeit, holt sich Inspiration für seine moderne Küche und entwickelt ein Menü, das traditionelle Pongauer Wurzeln mit moderner Kochkunst vereint. Die Geschichte der Familie Windhager ist aus Gesprächen mit Zeitzeugen und Familienchroniken der Region entstanden. Der Film zeigt auch aktuelle Beispiele von wertigem Umgang mit Lebensmitteln im Pongau wie die Biobäckerei Itzlinger in Faistenau, deren Inhaber die Kunst des Sauerteig-Brotbackens beherrscht, oder die Lerchenmühle. Drehbuch und Regie: Simon Tasek Kamera: Jens Börner Musik: Dominik Wallner, Manuel Schönegger Walking Dinner Specials: Film & Menüverkostung 20.9. Soul House Saalbach – 18:30 Reservierung unter 0664 451 24 40 27. 9. Creativ Werkstatt Hallein – 18:30 Reservierung unter 0664 426 62 06 www.lehrlingderzeit.at www.facebook.com/lehrlingderzeit selbst gedreht, unter anderem auch einen Beitrag über eine Krampus-Pass im Pongau, die diesen Beitrag viral gemacht und damit wieder Aufmerksamkeit für unseren Film erzeugt hat. Und wir haben 3.000 Euro in eine Social-Media-Kampagne investiert.“ Über Facebook wurde beispielsweise auch ein Muas-Contest ausgerufen. Fans wurden aufgerufen, die besten Rezepte für Muas, ein regionales Gericht, das auch im Film vorkommt, zu finden. Der Film soll besonders Jugendlichen den wertschätzenden Umgang mit Lebensmitteln auf unterhaltsame Weise näher bringen und wurde deshalb auch für die Verwertung in Schulen konzipiert. Seit Dezember 2018 ist „Lehrling der Zeit“ auf DVD erhältlich. Fotos: Doppelkopf-Studio WIR SCHAUEN SO GERNE DEN GESCHICHTEN ZU, DIE HIER ERZÄHLT WERDEN. ONLINE EINREICHEN AB SEPTEMBER 2019 WWW.FILMFORUMAUSTRIA.AT WETTBEWERB DER BESTEN WERBE- UND WIRTSCHAFTSFILME ÖSTERREICHS. JETZT JEDES JAHR. IN LINZ.

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