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MEDIA BIZ März 2019

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festival schaffen des österreichischen films „Der Boden unter den Füßen“ Das Programm der Diagonale versammelt alljährlich einen repräsentativen Querschnitt des aktuellen österreichischen Filmschaffens, gepaart mit europäischen Koproduktionen mit heimischer Beteiligung. Eine Vorschau von Sylvia Bergmayer. Einen offenen Diskurs zu pflegen, ist eines der selbst auferlegten Ziele des Festivals des österreichischen Films. Kein leichtes und von unzähligen Faktoren abhängiges Unterfangen, besonders in turbulenten Zeiten, in denen dieser besonders wichtig wäre. Neben dem Wettbewerbsprogramm, das aus jeweils rund 500 aktuellen Einreichungen herausragende Spiel- und Dokumentarfilme sowie Kurz-, Animations- und Experimentalfilme und -Videos zeigt – darunter zahlreiche Weltpremieren oder österreichische Erstaufführungen - wird das Festival von einem umfangreichen Rahmenund Vermittlungsprogramm begleitet. Rund um ein jährlich wechselndes Thema widmet sich das Diagonale Film Meeting als Symposium zwischen Filmwirtschaft und Filmkultur dem Gedankenaustausch zwischen österreichischen und internationalen Vertretern der Filmindustrie. Die Programmschiene Diagonale im Dialog ist eine alljährliche Einladung an Branchenvertreterinnen, in den Dialog miteinander und mit dem Publikum zu treten. Offener Diskurs Foto: Thomas Dashuber Birgit Minichmayr wird den Großen Diagonale- Schauspielpreis – ein Kunstwerk gestaltet von Ashley Hans Scheirl – am 19. März in Graz persönlich entgegennehmen Foto: Juhani Zebra Eröffnungsfilm Eingeläutet wird die 22. Festivalausgabe mit der Österreichpremiere von „Der Boden unter den Füßen“. Raffiniert und unvorhersehbar geht Marie Kreutzer in ihrem Film der ewigen Frage nach, wie viel Raum familiären Strukturen im eigenen Leben eingeräumt werden soll und muss, ohne die eigenen Bedürfnisse zu übergehen oder sich aus der Pflicht zu nehmen. Marie Kreutzer: „Unvorhersehbarkeit war wichtig. Nicht nur um Suspense zu erzeugen, sondern weil es dem Zuschauer das Gefühl vermittelt, nie genau zu wissen, wie diese Geschichte erzählt wird. Niemand nimmt dich bei der Hand und zeigt dir, was du denken sollst. Ein Schauspieler, der den Film gesehen hat, hat zu mir gesagt, er fände das Ende unentschieden, aber für mich war es wichtig, dass die Zuschauer entscheiden. Für mich selbst ist das Ende ein vollkommen klares.“ Die erfolgreiche Unternehmensberaterin Lola (Valerie Pachner) ist ständig unterwegs und hat ihr Privatleben ebenso fest im Griff wie ihre Karriere: ein Jetset- Leben zwischen Hotellobbys, Meetings, Geschäftsessen, Flughäfen und einer geheimen Liaison mit ihrer Chefin Elise (Mavie Hörbiger). Der Suizidversuch ihrer älteren Schwester Conny (Pia Hierzegger) bringt Lolas knallhart strukturiertes – und sich selbst gegenüber kompromissloses – Leben ins Wanken. „Der Boden unter den Füßen“ (http://kino.novotnyfilm.at) feierte seine Weltpremiere im Wettbewerb der Berlinale und startet am 22. März im Kino. Über-Bilder: Projizierte Weiblichkeit(en) Der Repräsentation von Weiblichkeit(en) im österreichischen Film ist ein historisches Special gewidmet. Ausgehend von einem Essay, in dem die Autorin Michelle Koch und die zurück zum Inhalt Filmjournalistin Alexandra Zawia ihre Überlegungen zum Status quo der Debatte skizzieren, lädt die Diagonale mehr als zehn mit dem österreichischen Film vertraute Persönlichkeiten ein, in jeweils einem Programmslot auf den vorgelegten Essay zu reagieren. Die unter Mitwirkung von Filmarchiv Austria, dem Österreichischem Filmmuseum und dem ORF-Archiv ausgewählten Filme aller Genres, Längen und historischen Epochen vermitteln, dass Weiblichkeit kein biologisches Schicksal ist (schon gar nicht im Kino), sondern „die Summe aller Rollen, die die Gesellschaft (und das Kino) ihr aufnötigt oder die zu spielen ihr selbst gefalle“, um die bürgerlich-feministische Autorin Rosa Mayreder (1858 – 1938) zu zitieren. Die Filmjournalistin und Autorin Alexandra Seibel etwa wendet sich der historischen Figur des „Wiener Mädels“ zu und zeigt „Vorstadtvarieté – Die Amsel von Lichtental“ (R: Werner Hochbaum) sowie „Maskerade“ von Willi Forst. In diesem Rahmen wird zudem ein von Karola Gramann und Heide Schlüpmann kuratiertes Kurzfilmprogramm gezeigt, das unter anderem mit zwei filmischen Arbeiten von Angela Hans Scheirl Einblicke in den unabhängigen experimentellen feministischen Film Österreichs der 170er- und 80er-Jahre eröffnet. Eine weitere Arbeit Scheirls ist in einem Programm der Reihe In Referenz zu sehen, das anlässlich des vierzigjährigen Bestehens der Medienwerkstatt Wien zusammengestellt wurde. Von dieser Reihe ziehen sich auch weitere rote Fäden – von Otto Preminger, Romy Schneider und der Golden Pixel Cooperative - zum diesjährigen Special. Angedockt an die Reihe gewährt eine Masterclass Einblicke in internationale Produktionsrealitäten (2016: Matt Porterfield, 2017: Ana Lily Amirpour). Ludwig Wüst: Holzlecture Neben seiner Arbeit als Filmregisseur und Theatermacher tritt Ludwig Wüst auch als versierter Tischler in Erscheinung. En passant erzählen die Filme von MEDIA BIZ

zurück zum Inhalt festival des schaffen österreichischen films Ludwig Wüst, der das Tischlerhandwerk vor mehr als 30 Jahren erlernte, über seine Liebe zum Werkstoff Holz und die Arbeit mit diesem sinnlichen Material. Im Rahmen des Tributes Theater-, Kino-, Holzarbeit lädt Wüst am 20. März, 15 bis 18 Uhr, zu seiner Lecture in das Atelier Gamerith, um über ein wohl bald verschwundenes Handwerk nachzudenken sowie gemeinsam am Material Holz zu arbeiten. (Am 31. März hält Ludwig Wüst übrigens eine Masterclass im Gartenbaukino Wien) kino:CLASS 2019 Erstmals gibt es heuer einen kino:CLASS:day mit zwei Programmblöcken am 20. März von 9 bis 14 Uhr in der Helmut List Halle. Die Filmgespräche moderiert Michael Ostrowski. „Pure Vernunft darf niemals siegen“ befasst sich anhand von vier Filmen unterschiedlicher Genres mit der Frage, wie sich positionieren, wenn äußere Umstände auf junge Lebensrealitäten einprasseln? „Abtauchen – Technik Leben Subkultur“ sucht Antworten auf die Frage: Wie positioniert man sein Leben zur Gesellschaft? Wer bestimmt, was nützlich ist? Die beiden Filme in diesem Programm – Angela Christliebs „Under the Undrground“ und „Durch die Nacht mit“ von Tim Oppermann und Julia Philomena Baschiera – finden völlig unterschiedliche Antworten auf diese Fragen. Sie zeigen auf, wie die tägliche Beschäftigung mit Technik den Zugang zur Welt bestimmt. Am schulfreien Josefitag, dem 19. März, lädt die Diagonale erstmals zum Kinderkino um 11 Uhr und um 15 Uhr in das Filmzentrum im Rechbauerkino und zeigt die Krimikomödie für die ganze Familie „Die 3 Posträuber“, der erste Spielfilm des Erfolgsregisseurs Andreas Prochaska. Zudem findet am 21. März ebendort wieder die reguläre kino:CLASS statt, bei der die Diagonale ein Filmprogramm speziell für Schülerinnen und Schüler kuratiert. Bereits zum zehnten Mal findet das Projekt „Lehrlinge analysieren Film“ heuer am ABZ Ausbildungszentrum Lehrwerkstätten Graz-Andritz sowie an der Landesberufsschule Feldbach statt. Im Mittelpunkt stehen die aktive und kreative Auseinandersetzung mit zwei Kurzfilmen. Johann Lurf Johann Lurf zeichnet für den Diagonale’19-Trailer „Nationalismus ist Gift für die Gesellschaft“ verantwortlich. In einem Carte-Blanche-Programm versammelt Lurf zudem historische und aktuelle Kurzfilm arbeiten, die politisches Denken, Sprechen, Handeln und Filmemachen als gegenwärtig dringlich ausweisen. Die Ausstellung im Kunsthaus Graz zeigt Arbeiten von Johann Lurf und Laura Wagner. Zur Person: Hanno Pöschl Zur Branche wie zu seinem künstlerischen Schaffen pflegt Hanno Pöschl seit jeher ein schonungslos (selbst-)kritisches und erfrischend reflektiertes Verhältnis. Das mag mitunter daran liegen, dass er stets ein zweites Standbein unterhielt. Als Gastronom schuf er mit dem Kleinen Café am Wiener Franziskanerplatz einen Szenetreffpunkt, den er auch heute noch führt. 2019 feiert Hanno Pöschl seinen 70. Geburtstag. Als unverkennbare Verkörperung des archetypischen „Homo Austriacus“ wirkte Pöschl in zahlreichen Filmen, Fernsehserien und Theaterproduktionen mit. Nicht selten gab er dabei den grantigen Hauptstädter oder den zwielichtigen Strizzi – vermeintlich flache Rollen, die sich in seinem Falle bei näherer Betrachtung jedoch als durchaus vielschichtige Figuren entpuppen. Die Aura der stets mit Verve und betonter Lässigkeit verkörperten Rollen brachte Hanno Pöschl schließlich von Wien ins Weltkino. Die Diagonale’19 widmet „einer der interessantesten und nicht zuletzt charismatischsten Schauspielpersönlichkeiten des Landes“ ein Filmprogramm, das entlang der Biografie von Hanno Pöschl auch ein Nachdenken über die jüngere Geschichte des österreichischen Films ermöglicht. Sämtliche Vorstellungen werden von Hanno Pöschl persönlich begleitet. Den Abschluss des Festivals bildet traditionell die Diagonale- Preisverleihung, bei der unter anderem die Großen Diagonale- Preise für den jeweils besten österreichischen Kinospiel- beziehungsweise Kinodokumentarfilm vergeben werden. Foto: Filmarchiv-Austria Hanno Pöschl Diagonale’19 19. bis 24. März in Graz www.diagonale.at „Maskerade“ Foto: Diagonale /Paul Pibernig MEDIA BIZ

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