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MEDIA BIZ April #239

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Prolight+Sound & Musikmesse • Crossing Europe • ISE • NAB • „Afrika! Afrika!“ • Diagonale • 5G • Play It Loud • ... MEDIA BIZ Termine: https://www.mediabiz.at/mediadaten/termine.htm MEDIA BIZ Branchenführer 2019: www.mediabiz.at/branchenfuehrer/branchenfuehrer.htm MEDIA BIZ Newsletter: http://www.mediabiz.at/daten/newsletter.htm MEDIA BIZ Abo: Print: Euro 37 Österreich / Euro 48 Europa (EU) Print + Digital: Euro 44 Österreich / Euro 53 Europa (EU) Digital: Euro 37 (jeweils inkl. MWSt. und Versandkosten) https://www.mediabiz.at/abo/abomb.htm

kurz meldungen & bündig

kurz meldungen & bündig zurück zum Inhalt + + + + + + + + + + + + • Toursupport 2. Call 2019: Einreichschluss für den 40. Call des Österreichischen Musikfonds ist der 21. März (Einlangen der Unterlagen), die Bekanntgabe Juryentscheidung erfolgt am 29. April. www.musikfonds.at • Music Inside Rimini (MIR) präsentiert sich vom 5. bis 7. Mai im Expo Centre Rimini. Die auf vier Hallen verteilten Schwerpunkte Beleuchtung, Sound & Visuals, Festinstallationen, Live Broadcast S H O R T C U T S Produktion und DJing werden zudem mit dem neuen Format Live- YouPlay bespielt. www.musicinsiderimini.it • Der Digital Signage Summit Europe wird vom 3. bis 4. Juli im ausgebauten Hilton Munich Airport Digital Signage aus Anwendersicht (Customer Centricity) in den Fokus rücken. www.digitalsignagesummit.org/europe/ Record Store Day 2019: 13. April Am 28. Februar wurde die Liste der exklusiven Veröffentlichungen, Sonderauflagen und Specials für die 12. Ausgabe dieses weltweiten Events veröffentlicht, das die Aufmerksamkeit auf unabhängige Plattenläden und deren Angebot lenken soll. Die meisten der teilnehmenden Plattenläden, in Österreich insgesamt 27, davon elf in Wien, bieten an diesem Tag zudem ein spezielles Programm, teilweise mit Live-Acts. Die Liste der exklusiven und großteils limitierten Titel ist sehr lang und deckt viele Geschmacksrichtungen ab, darunter: Al Green, Art of Noise, Azymuth, Bad Religion, David Bowie (die LPs „The World Of David Bowie“ und „PinUps“ und auf 7“ David Bowie feat. Marlene Dietrich), Jacques Brel, Jeff Buckley, Desmond Dekker & The Aces, Dexys Midnight Runners, Bob Dylan, Emerson Lake & Palmer, The Fall, Greta van Fleet, Pearl Jam, Robert Johnson, Janis Joplin, Lou Reed, Midnight Oil, Morcheeba, Ennio Morricone, Prince, Robert Plant, Elvis Presley, Suede, U2, Townes Van Zandt oder Frank Zappa. Warner Classics holt eines der faszinierendsten Dokumente der Legende Leonard Bernstein erstmals als Vinyl-Veröffentlichung aus den Archiven: Im Herbst 1975 dirigierte das amerikanische Multitalent das Orchestre National de France bei einem Programm zu Ehren von Maurice Ravel anlässlich seines 100. Geburtstags. Neben den Orchesterwerken Boléro und La Valse stand auch das Klavierkonzert G-Dur auf dem Programm, das Bernstein als Solist vom Klavier aus leitete. Anlässlich der 40-Jahresfeier des Films wird Monty Python eine sehr spezielle, limitierte Vinyl-Picture-Disc mit dem Soundtrack von „Life Of Brian“ veröffentlichen, die in den Abbey Road Studios gemastert wurde. Mit neuem Artwork und bislang noch nicht veröffentlichtem Material aus dem Monty Python-Archiv. Inklusive Download-Gutschein. Auf LP erscheint Original-Musik von Pharrel Wiliams, Hans Zimmer & Benjamin Wallfisch. Bereits zum vierten Mal veröffentlicht SCHALLTER zum Record Store Day eine 7-Zoll Split Single eines Georg Danzer-Songs. Diesmal „Im Häf’n schdiabd di Söh“. „Rosen und Applaus“ von Garish erscheint nun erstmals im Handel auf rosa Vinyl (plus Downloadcode)! Kreisky & Satan! Satan! Satan! toben sich auf einer Split-Single aus. Zwei Seiten, zwei Bands, zwei Songs, 2 x 3 Minuten. Zunächst laden Kreisky zu einem Magic Carpet Ride auf 45 rpm ein. Satan! Satan! Satan!, inkognito unterwegs, graben in „Our House“ das teuflisch groovige Riff von „My Sharona“ aus. Sir Tralala (David Hebenstreit) intoniert David Bowie. Dessen Klassiker „Life On Mars“ findet man auf dieser limitierten Single auf der A-Seite. Auf der B- Seite singt der Sir sein „Biachl“ erstmals englisch: „Sketchbook“. Die „Station Rose - Liquid Walls of Sound“-Box erscheint in einer Auflage von 100 Exemplaren mit neuen Stücken von Gary Danner zum Record Store Day. Ein analoges Artefakt – eine Schallplatte – wird mit der digitalen Hemisphäre verschränkt. Wie? Mittels Augmented Reality. Zehn beiliegende Kunstdrucke werden via Artivive-App und Tablet oder Smartphone zu psychedelischen Bewegtbildern. Mastering: Patrick Pulsinger. Artwork: Andreas Ehrenberger. Weitere Österreichische Releases kommen von Attersee und Die Buben Im Pelz. Alle teilnehmenden Plattenläden sind unter www.recordstoredaygermany. de/teilnehmende-shops/ zu finden. www.recordstoredaygermany.de MEDIA BIZ

zurück zum Inhalt menschen kolumne Glaubenskriege von Wolfgang Ritzberger Auf der Diagonale bekam eine der immer wiederkehrenden Auseinandersetzungen einmal mehr ein klein wenig Aufmerksamkeit, die durchaus ernsthaft gemeinte Frage: Film oder nicht Film, Filmemacher oder Datensammler. Denn streng genommen sind wir – reduzieren wir die Kunst auf das Aufnahmemedium - im digitalen Zeitalter Datenmacher geworden, wobei auch das eine in den Augen der Fans des analogen Films, des guten alten Cinematerials, unzulässige Verkürzung ihres Standpunktes darstellt. Abgesehen davon, dass Marie Kreutzer, die Regisseurin des Eröffnungsfilmes, die Tatsache, dass sie auf 35 mm gedreht hatte, explizit erwähnte, tauchte das Thema am nächsten Abend, beim Empfang der steirischen Filmwirtschaft, wieder auf. Eher zufällig, denn ein am Tisch sitzender Journalist kam auf die sattsam bekannte Fehlmeinung, beim digitalen Film „is eh wurscht“, weil Speicherkapazitäten kosten so gut wie nichts. Der Produktionsleiter des Eröffnungsfilms, Gottlieb Pallendorf, war ebenfalls dabei, und wir beide widersprachen sofort - die Begründung ist, nehme ich an, unseren klugen Leserinnen und geneigten Lesern bekannt. Ja, Speicher ist nicht mehr teuer, Arbeitszeit sehr wohl, und die Größe der Datenmengen machen einen erheblichen Unterschied. Pallendorf brachte dann noch die Stimmung am Set ins Spiel, wenn „echter“ Film durch eine „Mühle“ rennt - was an Zeiten erinnert, in denen die Tonmeister am Set bei den Nurtönen gestritten haben, weil sie verlangten, dass die Schweinwerfer weiter brannten und die Kamera „laufen“ musste. Und noch eins sagte er: Man würde den Unterschied sehen. Auf der Leinwand, auch weil analoger Film künstlerisch betrachtet schon für sich eine eigene Qualität generiere. Das interpretiert heißt nichts anderes, dass der Verwendung von analogem Film per se eine künstlerische Qualität inne wohne, die mit einer digitalen Kamera nie erreicht werden könne. In den USA wären etliche Regisseure wieder zum analogen Film zurückgekehrt. Panavision, der Standard in den USA, stellt anders als Arri nach wie vor „echte“ Filmkameras her, erst vor knapp drei Jahren wurde auf der NAB die 8k-Version einer digitalen Panavision, die Millenium DXL2, vorgestellt, die in Zusammenarbeit mir RED entstanden ist. Wobei Panavision auch sonst eher pragmatisch agiert - auf der Website werden bei den digitalen Kameras auch Arri, Sony, Phantom und Panasonic neben den eigenen Modellen angeboten. Arri serviciert seine „alten“ Kameras, stellt aber keine analogen „Mühlen“ mehr her und hat bekanntlich sehr viel Geld und Entwicklung in die Alexa oder die Amira gesteckt. Ist jetzt ein MEDIA BIZ Film, der damit gedreht wird, um den Gedanken vom künstlerischen Einfluss wieder ins Spiel zu bringen, von Anfang an weniger „Filmkunst“ als ein analog gedrehter? Wenn ich jetzt den Mythos Arri wegdenke und mir eine Sony oder eine Canon vorstelle, fühlt es sich dann nicht auch ein wenig nach „großes Kino wird das aber jetzt nicht“ an? Anscheinend schon, für einige zumindest. Wobei die Verwendung einer digitalen Arri sich glaublich für einige Filmschaffende noch eher als „Film“ anfühlt als die Verwendung jener Marken, die uns auch aus der Unterhaltungsindustrie oder der Herstellung von Broadcastequipment bekannt sind. Ob die Mehrheit der Kinobesucher den Unterschied erkennen kann, werden wir nie erfahren, denn dafür müssten wir ein völlig unmögliches Unterfangen starten - den exakt gleichen Film unter den exakt gleichen Bedingungen (was schon angesichts der zahllosen Entscheidungen, die von sehr vielen Menschen Tag für Tag beim Drehen getroffen werden, unmöglich ist) zweimal drehen. Also wird bleiben, dass einige wissen, dass auf 35 mm gedreht wurde und es daher empfinden, dieses Extra an Kunst, sozusagen „mei Extra!“. Und jene im Publikum, die das nicht wissen, oder denen das wurscht ist, die einfach einen technisch und handwerklich guten Film sehen wollen, denen dieses Extra verborgen bleiben wird. Bei den Apfel-Indianern, die noch vor einigen Jahren heftige Kriege gegen die Windows-Komantschen führten, wurde das Kriegsbeil zwar nicht begraben, aber die neuen Stammeshäuptlinge in Cupertino sind schon lange nicht mehr so „anders“, und die anderen Clans lassen seit einiger Zeit auch moderne Designer über ihren Kramladen - schaut dann meistens nicht mehr ganz so schlimm aus wie ehemals. Und nachdem die echten Neuerungen aus Cupertino ebenfalls auslassen, meist werden Verbesserungen und Verteuerungen präsentiert, und auch ein eigener Streaming-Channel als SVoD-Plattform löst bei den Groupies keine Ohnmachtsanfälle mehr aus, lohnt der Krieg nicht mehr. Nur einige wenige, leicht verbissene und aus der Zeit gefallene EDV-Fuzzis knurren ihre Äpfel-User noch schlecht gelaunt an, wenn die Mails wegen eines neuen Zertifikates auf dem neuen Betriebssystem nicht so gscheit funktionieren. Wenigstens das funktioniert immer noch nicht. Remote Production Live is King

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