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MEDIA BIZ 228 MÄRZ 2018

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MEDIA BIZ März: Eine Virtual Reality Experience im MAK macht den Stoclet-Fries von Gustav Klimt öffentlich zugänglich • Tricky Women • ISE Integrated Systems Europe • Prolight + Sound & Musikmesse Frankfurt • Diagonale´18 • Low-Light • ew G4 • d&b Soundscape • ... MEDIA BIZ April: http://www.mediabiz.at/magazin/inhalt.htm Die nächste Ausgabe von MEDIA BIZ erscheint am 4. Mai 2018 mit Nachberichten von der Prolight+Sound und Musikmesse in Frankfurt und der NAB in Las Vegas, aktuellen Entwicklungen im Bereich Kameratechnik, Virtual und Augmented Reality, Beschallungstechnik, Storytelling, Datensicherung und -speicherung, Aus- und Einblicken vor und hinter die Kulissen beeindruckender Events, auf Produktionen und Projekte Made in Austria, dazu Testberichte, Interviews und mehr ... Redaktionsschluss: 20. April 2018 Der MEDIA BIZ Branchenführer ist seit Angang März erhältlich. http://www.mediabiz.at/branchenfuehrer/branchenfuehrer.htm

virtual schaffen reality

virtual schaffen reality experience zurück zum Inhalt Frederick Baker Foto: Hamish Park Der Filmemacher und Digitalkünstler hat mit seiner Filmbäckerei mehr als 50 Filme für das Kino, die BBC oder ARTE produziert. Er beschäftigt sich intensiv mit der künstlerischen Neuinterpretation von kulturellem Erbe. Das während seiner Tätigkeit als Digital Humanities-Forscher an der Cambridge University entstandene Virtual-Reality-Projekt Pitoti Prometheus (2016) – eine Version von Goethes Prometheus – wurde mit dem Europa-Nostra-Preis der EU (2016) sowie dem 3D Guild Award in der Kategorie „3D Virtual Reality Animated Film“ (2016) prämiert und für das Ars Electronica Festival 2017 ausgewählt. www.filmbaeckerei.at tische Welt, in der Besucher sich frei bewegen können: Klimts Magic Garden. Die optische und akustische Imagination ist nahezu perfekt, mit dem Stick in der Hand „beamt“ man sich durch die Landschaft, die ein wenig an die Fantasien der späten 60er Jahre erinnern. Auf Bildschirmen wird den umstehenden Besuchern gezeigt, wo in der virtuellen Realität sich der Besucher mit der Brille soeben befindet. „Vor 20 Jahren hätte man an einem Bild mehrere Stunden gerechnet. Ich bin selbst verblüfft, wie leistungsfähig diese Engine ist,“ freut sich Christian Leiss über das Ergebnis, „hier werden 90 Bilder in dieser Auflösung pro Sekunde gerechnet – live, ohne Ruckeln und ohne reduzierte Bildqualität.“ Das Ergebnis macht jedenfalls Lust auf mehr. Erwartung und Erfüllung sind die beiden Elemente in Klimts Fries, die Frederick Baker sich verinnerlichte, um sich bei der Gestaltung immer wieder die Frage zu stellen, wie man Erwartung und Erfüllung visualisieren kann. Die Antwort, so Frederick Baker, finden die Besucher auf individuelle Weise. Die fünfminütige Reise durch Klimts Zaubergarten macht nicht nur die paradiesischen Szenen dieses Werkes nun öffentlich zugänglich, und das im wahrsten Sinne des Wortes, sondern zeigt einem breiten Publikum, was mit Virtual Reality abseits von Gaming oder Wissenschaft realisierbar ist. Die Begrenzung auf fünf Minuten ist natürlich nicht technisch bedingt, sondern erforderlich, um die Besucherströme zu bewältigen. Seit dem 6. Februar stürmen Besucher das MAK, um virtuell in ein Bild von Klimt einzutauchen. Wie ist es gelungen, so ein breites Publikum dafür zu begeistern? Wir mussten vorab schon ausloten, was dem Publikum zumutbar ist. Digital Natives, mein sechsjähriger Neffe zum Beispiel, verstehen sofort, worum es geht. Menschen, die noch nie eine 3D-Brille getragen haben oder mit digitalen Medien weniger vertraut sind, brauchen vielleicht etwas länger, einen anderen Zugang. Die Kunst war, für jeden, also für ein breites Publikum, etwas anzubieten. Das Feedback vom Publikum bestätigt uns, dass es uns ganz gut gelungen ist, einen Weg zu finden. Man muss keine Aufgabe lösen, es gibt keine High-Scores oder irgendwelche Wettkämpfe, man kann einfach Dinge entdecken. Es gibt einen minimalen Faden, eine Dramaturgie, die Sandra Fasolt Baker, Ehefrau und Partnerin von Frederick Baker, mit viel Kreativität so geschickt entwickelt hat, dass man diesem Faden folgen kann, aber nicht muss. Für die Realisierung wurden Spieleprogramme zweckentfremdet und der Kunstwelt eröffnet. Wie groß war der Aufwand? Insgesamt haben wir neun Monate daran gearbeitet. Im ersten Schritt haben Praktikantinnen sozusagen in Kleinstarbeit mit der Nagelschere im Photoshop Details erarbeitet. Eine der großen Herausforderungen lag darin, dass es im MAK ja nur eine Entwurfszeichnung gibt, die mit vielen Bleistiftkommentaren, mit vielen Bleistiftstrichen, welche die Farbe beschreiben, versehen ist. Es war eine mühsame Kleinarbeit, das alles in Einzelobjekte zu zerlegen und in 3D-Objekte umzuwandeln. Allein nur für die Vorbereitung war sehr viel Zeit nötig. Aber insgesamt war es eine sehr inspirierende Interaktion, da Frederick von seiner Idee so beseelt war, im positiven Sinn, dass er auch immer wieder absurde Dinge verlangt hat. Und Markus hat auch diese Hev.li.: Christian Leiss, Markus Cermak, Frederick Baker und MAK Direktor Christoph Thun- Hohenstein Foto: MAK MEDIA BIZ

zurück zum Inhalt virtual schaffen reality experience rausforderungen angenommen, Zwischenstufen eingebaut, die ursprünglich nicht eingeplant waren, die Frederick wiederum gut gefallen haben. So haben sich die beiden gegenseitig beflügelt. Kann man sich nach neunmonatiger Arbeit nach Vollendung selbst noch damit befassen? Es hat sich gelohnt. Ich selbst schaue es mir immer wieder an, weil ich auch immer wieder neue Dinge erlebe. Es stellt sogar für mich ein sehr besonderes Erlebnis dar, das man nicht beschreiben kann, man muss es selbst Fotos: Leiss Production erleben. Die Blumen wachsen über deinen Kopf hinaus, Sonnenaufgang und Sonnenuntergang, Mondlicht und diese vielen Details. Wie Frederick selbst sagt, es ist ein Experiment. Für Frederick Baker ist diese Virtual Reality Experience ein weiterer Schritt, seinen Traum vom Ambient Cinema, von einer erweiterten Bilddefinition, zu verwirklichen. Virtual Reality ist in aller Munde, aber es ist immer noch ein neues Medium, das neue Ausdrucksformen ermöglicht. Jeder einzelne ist mit der Brille in seinem eignen Kino. Den Ansturm auf das Ausstellungsexperiment im MAK führt er aber dennoch vor allem auf die Kraft, die Klimt auch noch im Jahr seines 100. Todestages ausübt, zurück. Aber diese Virtual Reality Experience ist sicher nicht nur für Klimt- oder Kunstfans oder für Digital Nerds eine außergewöhnliche Erfahrung. www.leiss.at Entstanden ist diese individuell gestaltbare Reise durch den magischen Garten in enger Zusammenarbeit zwischen Frederick Baker, der Christian Leiss Postproduction GmbH und dem 3D Graphic Artist Markus Cermak, einem langjährigen Mitarbeiter von Christian Leiss. Als Sounddesigner und Komponist wurde George Taylor an Bord geholt. KLIMT’S MAGIC GARDEN A Virtual Reality Experience by Frederick Baker Ein Ausstellungsexperiment im MAK FORUM MAK, Stubenring 5, 1010 Wien bis 22. April 2018 Dienstag: 10 bis 22 Uhr, Mittwoch bis Sonnta: 10 bis 18 Uhr www.mak.at/klimt_magicgarden www.mak.at/lehrerinnenfuehrung_1302 Teaser auf YouTube: KLIMT’S MAGIC GARDEN: A Virtual Reality Experience by Frederick Baker MEDIA BIZ

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