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MEDIA BIZ 228 MÄRZ 2018

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MEDIA BIZ März: Eine Virtual Reality Experience im MAK macht den Stoclet-Fries von Gustav Klimt öffentlich zugänglich • Tricky Women • ISE Integrated Systems Europe • Prolight + Sound & Musikmesse Frankfurt • Diagonale´18 • Low-Light • ew G4 • d&b Soundscape • ... MEDIA BIZ April: http://www.mediabiz.at/magazin/inhalt.htm Die nächste Ausgabe von MEDIA BIZ erscheint am 4. Mai 2018 mit Nachberichten von der Prolight+Sound und Musikmesse in Frankfurt und der NAB in Las Vegas, aktuellen Entwicklungen im Bereich Kameratechnik, Virtual und Augmented Reality, Beschallungstechnik, Storytelling, Datensicherung und -speicherung, Aus- und Einblicken vor und hinter die Kulissen beeindruckender Events, auf Produktionen und Projekte Made in Austria, dazu Testberichte, Interviews und mehr ... Redaktionsschluss: 20. April 2018 Der MEDIA BIZ Branchenführer ist seit Angang März erhältlich. http://www.mediabiz.at/branchenfuehrer/branchenfuehrer.htm

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integrated messe systems europe Fotos: NTI zurück zum Inhalt Foto:NEC Die Displays der neuen MultiSync P-Serie von NEC mit einer Helligkeitsleistung von 700 cd/m 2 sind unter anderem für den Bereich Digital Signage konzipiert. Panasonic stellte unter anderem die neue Studiokamera AK-UC4000 vor, die im Frühjahr ausgeliefert werden soll. Foto: Panasonic NEC Display Solutions Europe stellte auf dem völlig neu gestalteten Stand neben neuen Projektoren und Videowalls sein neuestes Sortiment an 4K/UHD- Displays vor. Die neuen großformatigen Displays der MultiSync P- und V-Serie mit High Dynamic Range (HDR)-Funktionen für ein realitätsnahes Seherlebnis unter unterschiedlichen Lichtverhältnissen sind für Anwendungen im Bildungsbereich, bei Konferenzen, in Kontrollräumen, für Digital Signage bis zur Werbung in vier Größen von 65 bis 98 Zoll erhältlich. Die P-Serie ist mit einer Helligkeitsleistung von 700 cd/m2 für optimale Schärfe auch bei hellem Umgebungslicht, die V- Serie mit 500 cd/m2 für normale Lichtverhältnisse ausgerichtet. Neben Eigenschaften wie reflexionsarme Oberflächenbeschichtung, schlankem Design, geringer Bautiefe und Hoch-, Quer- und Tischmodus ermöglicht OMi (Open Modular Intelligence) jederzeit eine Erweiterung der Leistung der Displays beider Serien beziehungsweise die nahtlose Integration einer der Optionen von NEC für Open Pluggable Specification (OPS), Slot-in-PCs, Raspberry Pi Compute Modules oder Signalschnittstellen für Inhalte und Computing. Die Large Format Displays der MultiSync P- und V-Serie werden schrittweise im Zeitraum Mai bis August in der EMEA-Region in den Handel gebracht. www.nec-display-solutions.com NTi Audio Der Liechtensteiner Hersteller von Schallpegel- und Akustikmessgeräten präsentierte seine neue omnidirektionale Schallquelle mit dazugehörigem Verstärker. Der Dodekaeder-Lautsprecher DS3 liefert eine hohe Schallleistung von 120,5 Dezibel bei geringem Gewicht und wird bei Messungen in der Raum- und Bauakustik eingesetzt. Die omnidirektionale Abstrahlcharakteristik mit entzerrtem Frequenzgang entspricht den Normen ISO 16283 und ISO 3382. Das Set besteht aus dem robusten Dodekaeder Lautsprecher und dem funkgesteuerten Leistungsverstärker PA3. Die 12 eingebauten 5-Zoll Lautsprecher sind für eine maximale Kurzzeit Spitzenleistung von 600 Watt und eine maximale RMS- Eingangsleistung von 300 Watt für eine Stunde rosa Rauschen ausgelegt. Der kompakte Lautsprecher (Durchmesser 350 mm) wiegt lediglich 7,5 Kilogramm und kann auf ein Standard-Lautsprecherstativ (35 mm) gesteckt werden. www.studiokonzept.at NTi Audio präsentierte den Dodekaeder-Lautsprecher DS3 im Set mit dem funkgesteuerten Leistungsverstärker PA3. Panasonic präsentierte wie jedes Jahr einen Teil seines Projektoren-Line- Ups im Rahmen einer Show aus Live-Performance und Laserlicht- Projektion inklusive 3D-Mapping und Tracking-Effekte. Als Teil dieser Show war auch wieder der Mirror Head des österreichischen Anbieters Dynamic Projection im Einsatz. Neben neuen Projektoren und einer neuen Display-Serie stellte Panasonic ein neues Studiokamerasystem für die Bereiche Produktion, Vermietung und Live - Events vor, das ab dem Frühjahr ausgeliefert werden soll. Die neue HD/UHD Studiokamera AK-UC4000 mit 35 mm MOS- Sensor bietet 2/3 Objektivanschluss, variables HDR und 4K 12G-SDI Standard. Eine Media-over-IP-Schnittstelle (MoIP) mit SMPTE-2022 und SMPTE-2110 für Remote Operation Konfigurationen soll ab Herbst 2018 optional erhältlich sein. Zudem soll das Kamerasystem im Laufe dieses Jahres serienmäßig umschaltbare 2-, 3- und 4-fache High-Speed-Aufnahmen in HD unterstützen. Zusammen mit der Studiokamera wird mit der AK-UCU600 eine entsprechende neue Kamerasteuerung auf den Markt kommen. Beide unterstützen die gleichen Formate wie die AK- UC3000. Zusätzlich verfügen sie aber über einen 4,4K-Bildsensor in UHD, der 2000 TV-Linien und ein gutes Rauschverhältnis (S/N 62 dB) erreicht. 2 x 12G SDI und 4 x 3G sind Standard (zweimal 4 x 3G ist optional verfügbar). Alle Ausgänge sind in der Lage, HDR (HLG) und SDR unabhängig voneinander zu unterstützen. www.avpro.at business.panasonic.de/ MEDIA BIZ

zurück zum Inhalt virtual schaffen reality experience Hinter die Objekte sehen Hand aufs Herz: Wer kennt den Stoclet-Fries? Dieser rund zwei Meter hohe und acht Meter lange, im Jahr 1911 im Speisesaal des Palais Stoclet in Brüssel montierte Wandfries wurde von niemand Geringerem als von Gustav Klimt geschaffen. Der neunteilige Entwurf Klimts für den Fries in Originalgröße ist seit Februar im Wiener Museum für angewandte Kunst ausgestellt. Der Architekt Josef Hoffmann wurde 1904 beauftragt, für den belgischen Großindustriellen Adolphe Stoclet ein Stadtpalais in Brüssel zu bauen und über die Wiener Werkstätten erhielt Gustav Klimt, ein Freund Hoffmanns, den Auftrag für den Entwurf eines Fries für den Speisesaal des Palais. Klimt dürfte 1905 mit der Entwurfsarbeit begonnen haben und gestaltete auf Papier, das auf Leinwand kaschiert wurde, ein paradiesisches Szenario mit Goldranken, Blumen, Vögeln und Menschen. Er verwendete schon für die Entwürfe Blattgold und auch Blattplatin auf den rund zwei Mal ein Meter großen Zeichnungen. Die Montage der in Wien ausgeführten Einlegearbeit fand 1911 in Anwesenheit Klimts in Brüssel statt. In Wien hatte Klimt die öffentliche Präsentation verboten, seiner Freundin Berta Zuckerkandl dürfte er es aber vorher gezeigt haben. Szenenwechsel nach Wien in die Zirkusgasse. Christian Leiss, eines der Urgesteine der Branche, beschäftigt sich schon länger mit sogenannten Game- Engines, die das Kunststück vollbringen, echte Welten in 3D live darstellen zu können. Fast jeder Versuch, Videos so darzustellen, scheitert meist an der Rechenkapazität und an den technischen Möglichkeiten. „Im Vergleich zu herkömmlichen 3D-Projektionen beziehungsweise 3D-Verfahren,“ freut sich Leiss „ist hier das Faszinierende, dass man um die Objekte herumgehen kann.“ Ohne hier technische Details strapazieren zu wollen, Game- Engines können das, und Christian Leiss und Markus Cermak haben schon früh begonnen, sich damit zu beschäftigen. Neben zum Teil irrwitzigen Lizenzbeträgen, die in die tausende beziehungsweise in die Millionen Euro gehen können, fand er mit Unreal Engine eine Lösung von Epic Games, mit denen Spiele wie „Batman: Arkham Asylum“, „BioShock“, „Gears of War“, „Medal of Honor: Airborne und Mortal Kombat vs. DC Universe“ realisiert worden waren. Die Unreal Engine ist zwar kostenfrei, im Fall einer Verwertung möchte Epic Games fünf Prozent der Einnahmen haben. Wer allerdings glaubt, das lässt sich jetzt so ganz leicht reinziehen, sollte sich das Manual anschauen, zwei wirklich dicke Bände. „Die beiden Bände für Version drei waren tatsächlich so dick wie Telefonbücher, für Version vier ist man dann davon abgekommen, weil es schlicht und einfach sinnlos gewesen wäre. Es hat schon einige Zeit gedauert, bis Markus Cermak sich das angeeignet hatte, immerhin stellt er ja auch an sich selbst gewisse Ansprüche“, so Leiss. Kaum soweit, stellte Leiss die ersten Ergebnisse, vor allem aber Möglichkeiten, einigen Kollegen und Kolleginnen vor, unter anderem dem Regisseur, Medienwissenschafter und Archäologen Frederick Baker. Zum richtigen Zeitpunkt, denn Baker hatte sofort ein Projekt im Sinn, das sich damit realisieren ließe. Denn das MAK und sein Direktor Christoph Thun-Hohenstein planten zum 100. Todestag Klimts nicht nur einen Klimt- Schwerpunkt, sondern auch, den Entwurf für den Stoclet Fries zu restaurieren und auszustellen. Der Fries selbst ist öffentlich nicht zugänglich. Thun-Hohenstein konnte sich bei einem privaten Termin davon überzeugen, dass die Arbeit zu den wahrscheinlich bedeutendsten Arbeiten Klimts zählt. Die Positionierung in Verbindung mit dem jeweiligen Lichteinfall und den sich daraus ergebenden Reflexionen faszinieren ebenso wie der Fries selbst, jedes Detail ist durchdacht und hat seine Bedeutung. Das MAK hat dazu auch einen umfangreichen Katalog aufgelegt. Die Idee Bakers war es, den Fries zudem virtuell zugänglich zu machen und darüber hinaus mit Motiven und Elementen des Fries eine eigene virtuelle Welt zu schaffen. Christian Leiss und sein 3D Graphic Artist Markus Cermak haben diese Ideen umgesetzt, und so entstand ein sehr spezielles und in dieser Form einzigartiges Erlebnis in der Kunstvermittlung, das seit Februar im MAK mit ungebremstem Besucheransturm auch tatsächlich gewürdigt wird. Mit einer 3D-Brille und einem Bedienungs-Stick in der Hand steht man zunächst vor dem Fries wie vor einer Wand und kann es im Detail betrachten. Tritt man näher, öffnet sich der Fries und offenbart eine wahrlich fantas- Fotos: Leiss Production Ein Fries des Malers Gustav Klimt, das weiten Teilen der Öffentlichkeit bislang unbekannt geblieben sein dürfte, wird im MAK in Wien jetzt – dank einer 3D-Darstellung, für deren Programmierung die Wiener Christian Leiss Postproduction GmbH verantwortlich zeichnet – öffentlicher. Wolfgang Ritzberger hat sich in diesen Klimt hineinversetzt. Foto: Elisabeth Uhl-Ritzberger Wolfgang Ritzberger bei Christian Leiss MEDIA BIZ

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